Blauer Streifenbachling, Rivulus xiphidius
Der blaue Streifenhechtling wird etwa 4,5 cm lang, wobei die Männchen deutlich farbiger sind und einen blauen Längsstreifen haben. Weibliche Tiere bleiben kleiner und graubraun und zeigen den typischen anthraziten Horizontalbalken, der je nach Fundort auch leicht bläulich schimmern kann.
Vorkommen
Diese Rivulus-Art kommt in verschiedenen Standortvarianten im Küstenbereich von Französisch-Guyana und im angrenzendem Brasilien sowie Surinam in seichten Regenwaldbächen mit Laubschicht vor. Das Wasser ist sehr weich bei pH-Werten zwischen 5 und knapp unter 7, während die Temperatur zwischen 23 °C und 25 °C liegt. Sie leben in den ruhigen Randzonen in der Falllaubschicht.
Pflege
Das Aquarium wird dicht bepflanzt und sollte mit Laub und Wurzeln den Fischen die Möglichkeit geben, sich zu verstecken. Mäßige Beleuchtung und dunkler Bodengrund lassen die Farben zur Geltung kommen und die Fische sind dann nicht so scheu. Das Becken muss gut abgedeckt sein, da Rivulus-Arten springen und sonst aus dem Aquarium fallen. Das Wasser sollte leicht sauer wie in den Heimatgewässern und nicht zu warm sein. Temperaturen um 23 °C reichen aus, während tageszeitliche Schwankungen den Tieren entgegen kommen. Die Fütterung wird wie bei den meisten Fischarten möglichst abwechslungsreich gestaltet. Gefüttert wird mit Lebend- und Frostfutter. Trockenfutter wird kaum angenommen.
Zucht
Bei der Zucht sollte ein Männchenüberschuss herrschen. In kleinen Aquarien kann man ein Männchen und zwei bis drei Weibchen ansetzen. Das Wasser sollte weich und leicht sauer sein. In dichter Bepflanzung oder Fasertorf legen die Weibchen täglich bis zu 10 Eier, aus denen nach bis zu 3 Wochen die Jungen schlüpfen und nach kurzer Zeit frei schwimmen. Sie können mit Artemia-Nauplien gefüttert werden. Da das Geschlechterverhältnis stark von pH-Wert und Temperatur abhängt, sollte man mit den Wasserwerten etwas probieren, wenn zu viele Männchen schlüpfen. Von einer Population wird berichtet, dass ein pH-Wert um 5 und eine Temperatur um 22 °C ausreichend Weibchen brachte.
Ähnliche Arten
Rivulus frenatus
Bemerkungen
Die Streifenhechtlinge leben recht versteckt und stehen selten in freiem Wasser. Sie schwimmen eher von Versteck zu Versteck. Um das vollständige Verhaltensrepertoire beobachten zu können, ist es vorteilhaft, mehrere Tiere beider Geschlechter zu pflegen, wobei die Grundfläche des Aquariums dann nicht unter 1.500 cm² betragen sollte. Die innerartliche Aggression wird so verteilt. Bei genügend Verstecken können dann mehrere Männchen mit einer Überzahl Weibchen gehalten werden. Einzeln gehalten bleibt die Art eher scheu, daher bietet sich eine Vergesellschaftung mit kleinen Panzerwelsen oder Otocinclus-Arten an.


